Lied des Monats | Februar 2017: Steimanndli-Juiz

Titel: Steimanndli-Juiz
Komponist: André von Moos
Erscheinungsjahr: 1994

Er ist einer der grossen Jodel-Hits der letzten Jahre – der «Steimanndli-Juiz» des Obwaldner Komponisten André von Moos. Beim «Steimanndli-Juiz» handelt es sich um eine spezielle Naturjodel-Komposition: Der dritte Teil des Juiz wird nämlich durch eine Art Sprechgesang begleitet, was für einen Naturjodel sehr untypisch ist. Die repetitiven Textpassagen, die von einem «Steimanndli» handeln, das hoch oben auf einem Berggipfel steht und auf die Menschen im Tal hinunterblickt, sind zum Markenzeichen der Komposition geworden.

 CD-Präsentation «Seeläspiägel» von André von Moos.

CD-Präsentation «Seeläspiägel» von André von Moos.

Der Obwaldner Komponist André von Moos wurde 1957 geboren. Seit seinem ersten Probebesuch 1984 beim Jodlerklub Sarnen ist er begeisterter Jodler. Mit grossem Engagement pflegt er sein «liebstes Hobby» als Dirigent, Juryleiter und Komponist.

Zu seinem 60. Geburtstag hat sich André von Moos gleich selbst ein Geschenk bereitet: Unter dem Titel «Seeläspiägel» erscheint eine CD-Sammlung mit 60 Eigenkompositionen, die sein bisheriges Schaffen dokumentieren. Am 11. Februar 2017 wird der neue Tonträger «Seeläspiägel» an einem Abendkonzert mit über 160 Mitwirkenden öffentlich präsentiert. Auch der «Steimanndli-Juiz» wird zu hören sein – zum grossen Finale im Gesamtchor.

Der «Steimanndli-Juiz» ist im Jodellieder-Verlag erhältlich. Hier geht's zum Online-Katalog.

 

Steimanndli-Juiz – André von Moos | Ansichts-Exemplar:


Lied des Monats | Januar 2017: ä Traum

Titel: ä Traum
Komponist: Robert Fellmann
Erscheinungsjahr: 1946

«Weis äs wätteralts Hüsli, s'stahd de Bärgwäld're z'Füess. Dert im Stübli näb de Laube schlaft äs Meitli rein und süess», beobachtet vom Vollmond, der durch das Fenster hindurch die Stube erleuchtet. Wie der Titel des Lieds «ä Traum» schon verrät, geht es in Robert Fellmanns Komposition um einen Traum – genauer um den (Alb-)Traum einer jungen Frau, die in einer Vollmondnacht von ihrem Geliebten träumt. Fellmann erzählt die Geschichte zweier Liebenden, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie wirklich zusammen gehören. Doch dies soll sich im Verlaufe des Lieds ändern:

 Eine von Robert Fellmanns Zeichnungen, mit denen er seine Partituren zu verschönern pflegte.

Eine von Robert Fellmanns Zeichnungen, mit denen er seine Partituren zu verschönern pflegte.

Trotz den «Bräschte», die die junge Frau im Albtraum erfährt, verspricht ihr der Geliebte, «iezig ersch rächt» zu ihr zu stehen. Als die Träumende endlich erwacht, ist sie von dem «lieb-böse» Traum emotional derart eingenommen, dass sie ihrem Geliebten einen Brief schreibt, um ihn zu treffen und ihn endlich in ihre Arme schliessen zu können.

«ä Traum» von Robert Fellmann ist zwar 1946 im Erstdruck erschienen, entstanden ist es aber bereits ein paar Jahre zuvor, nämlich am 20. Januar 1937, also vor genau 80 Jahren. 

Das Lied «ä Traum» ist im Jodellieder-Verlag erhältlich. Hier geht's zum Online-Katalog.

 

ä Traum – Robert Fellmann | Ansichts-Exemplar: